Stromspartipps

Strom wird immer teurer. Aber ohne Strom geht heutzutage so gut wie gar nichts mehr. Unser Alltag ist geprägt von Computer- & Elektrotechnik wohin man schaut. Sie erleichtern das Leben um ein Vielfaches, aber kosten durch ihren Stromverbrauch auch mehrere hundert Euro im Jahr.

Mit dem Stromanbieterwechsel kann man zwar die Kosten senken, aber beim Strom sparen steckt noch einiges an Potenzial!

Auf dieser Seite möchten wir Ihnen ein paar Anregungen geben, wie auch Sie Ihren Stromverbrauch verringern können.

  • Backofen / Herd
  • Kühlschrank
  • Waschmaschine / Trockner
  • Stand-by / Unterhaltungselektronik
  • Energiesparlampen / LED-Leuchtmittel

Backofen / Herd

Der Energieverbrauch des Backofens ist selbstverständlich hoch. Einsparpotenzial: Den Backofen nicht unnötig vorheizen und ihn vorzeitig ausschalten, um die Restwärme zum Fertiggaren zu verwenden.

Auch bei der Nutzung des Herdes sind kleine Einsparungen möglich. Die Verwendung von Töpfen und Pfannen mit dünnem Boden verschlingt weit weniger Energie, als bei dicken Gußpfannen. Nutzen Sie bei normalen Herdplatten, sowie Cerankochplatten die gespeicherte Restwärme für die letzten 5-10 Minuten – einfach früher ausschalten.

Wenn Sie Wasser für Kartoffeln, Nudeln oder Reis kochen wollen, empfiehlt sich zunächst das Aufheizen mit dem Wasserkocher. Der Energieverbrauch ist wesentlich geringer und es geht zusätzlich noch schneller.

Kühlschrank

Der größte Stromfresser über das ganze Jahr ist der Kühlschrank. Bis zu 20% der Jahreskosten können durch das Kühlgerät verursacht werden. Wenn dieser permanent läuft, ist das meist ein Zeichen dafür, dass entweder die Isolierung untauglich geworden ist (Alterungsprozess) oder der Kühlkompressor nicht mehr einwandfrei arbeitet (z.B. mangels Kühlmittel).

In beiden Fällen sollte dringend über eine Neuanschaffung nachgedacht werden. Die Reparatur des Kompressors ist nicht immer sinnvoll – vor allem bei älteren Modellen – oder kostet verhältnismäßig viel Geld. Eine Instandsetzung der Isolation ist sowieso nicht machbar.

Vor der Neuanschaffung sollte man sich im Internet über die Energieeffizienklassen informieren. Zum Beispiel hier Umweltbundesamt.de (Energieverbrauchskennzeichnung)

Die Frage nach der Amortisation von energieeffizienten Kühlschränken kann man allerdings nicht pauschal beantworten. Hierbei ist es sehr stark vom Kaufpreis abhängig, sowie dem Mehrverbrauch Ihres aktuellen Gerätes. Das beste Preis-Leistungverhältnis bekommt man im Allgemeinen bei Geräten mit Effizienz A+ und A++. Der Aufpreis zur höheren A+++ Klasse lohnt sich im Regelfall nicht. Eine Amortisation bewegt sich dann zwischen 7-15 Jahren. Die Kühlschrankanschaffung ist somit eine langfristige Planung.

Weitere Tipps:
Wenn man Lebensmittel aus dem Kühlschrank holt, sollte man die Tür nicht immer weit aufmachen und schon gar nicht für längere Zeit. Weiterhin sollte man niemals warmes Essen o.ä. in den Kühlschrank stellen, sondern warten bis es zumindest auf Zimmertemparatur heruntergekühlt ist – oder vorab auf Balkon/Terrasse auskühlen lassen.

Ebenso sollte man darauf achten, dass zwischen Kühlschrankrückseite und der Wand ca. 2-3cm Abstand sind (Luftzirkulation für den Kompressor), der Kühlschrank nicht unmittelbar neben einem Heizkörper oder generell in stark beheizten Räumen steht. Ein Zweitgerät/Ersatzkühlschrank steht am besten im kälteren Keller – sofern vorhanden.

Isst man gerne Tiefkühlprodukte, kann man ihre Kälte verwenden, indem man sie einige Stunden bzw. einen Tag früher aus der Kühltruhe nimmt und im Kühlschrank auftauen lässt.

Die Temperatur sollte man auf 7 Grad stellen, beim Tiefkühlgerät sind -18 Grad ebenfalls absolut ausreichend. Jedes Grad kälter, sorgt für einen überpropotional höheren Verbrauch.

Waschmaschine / Trockner

Mit modernen Waschmitteln sind heiße Wassertemperaturen nicht mehr zwingend notwendig. Normale Wäsche, ohne besondere Verschmutzungen, werden auch problemlos bei 30 Grad sauber. Manche Waschmaschinen haben auch ein Spar-/Blitzprogramm, dass die Wäsche innerhalb von ca. 30 Minuten bei 30 Grad wäscht – spart Energie & Wasser.

Stärker verschmutzte Textilien können auch bei 60 Grad gewaschen werden. Waschen bei 90 Grad kostet nicht nur viel Energie, sondern schadet langfristig auch den Farben.

Fazit: Waschen bei 30/40 Grad macht auch sauber, man spart Energie, schont die Kleidung und kann mit der Wasserspar-Funktion (sofern vorhanden) zusätzlich sparen.

Auf den Einsatz des Trockners sollte man an schönen Tagen generell verzichten. Die Trocknung der Kleidung durch Sonne & Luft kostet gar nichts. Der Trockner ist zwar schneller, greift aber ordentlich ins Portemonnaie.

Stand-by-Funktion / Unterhaltungselektronik

Mittlerweile ist allgemein bekannt, dass Geräte selbst im Stand-by-Modus auf’s ganze Jahr verteilt 30-60 Euro verbrauchen können – logischerweise je nach Gesamtzahl der Geräte.

Beste Einsparmöglichkeit ist der Anschluss zusammenhängender Geräte an einer Steckdosenleiste mit Kippschalter. Mit einem Klick sind somit alle Geräte komplett ohne Stromzufuhr.
Es gibt sogar Steckdosenleisten, die automatisch die Stromfreigabe zuschalten, wenn ein Hauptgerät eingeschaltet wird (Master/Slave). So kann man beispielsweise den Computer als Hauptgerät in die Leiste stecken und alle anderen Stromabnehmer, wie z.B. Monitor, Drucker, Schreibtischlampe u.ä. in die Zusatzdosen. Sobald der PC eingeschaltet wird, werden die anderen Steckdosen freigeschaltet und beim Ausschalten des PC wieder automatisch abgeschaltet.

Beim Kauf von neuen Elektronikgeräten sollte man bereits auf den Stromverbrauch für Stand-by-Modus und Leistungsaufnahme im eingeschalteten Zustand achten. Vorsorge ist besser als Nachsorge.

Energiesparlampen / LED-Leuchtmittel

Energiesparlampen sparen bis zu 70% gegenüber herkömmlichen Glühbirnen (dürfen übrigens nicht mehr verkauft werden). Hierbei sollten Sie dringend auf Markenhersteller zurückgreifen, da eine hohe Qualität zwingend erforderlich ist, um sowohl die Lichtleistung zu erreichen, als auch die Langlebigkeit von bis zu 12.000 Stunden.
Leider beinhalten diese Leuchtmittel aber giftiges Quecksilber, was im Umweltaspekt einen negativen Beigeschmack hat. Entsorgung daher nur als Sondermüll in der Schadstoffsammelstelle Ihrer Stadt! Fällt die Sparlampe herunter und das Glas platzt, strömen schädliche Dämpfe heraus. Dann gilt: Nicht einatmen und schnell lüften!

Wesentlich besser sind LED-Leuchten. Sie sind heller, kleiner und verbrauchen noch weniger Strom (bis zu 85%). In Zukunft wird LED-Technik somit zum Alltag gehören. Bereits jetzt haben LED-Lampen Einzug in die Automobilindustrie erhalten, was somit ganz klar für das Leuchtmittel spricht.

Aber auch hier ist ganz wichtig, dass man auf Markenware zurückgreift. Billige Discounterprodukte sind von entsprechend minderwertiger Qualität und halten bei weitem nicht, was sie versprechen. Sparen Sie beim Kauf nicht an der falschen Stelle; Sie werden es bereuen!

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