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News und Wissenswertes aus dem Energie-Sektor!

Ökostrom Label Vergleich

Viele Verbraucher möchten sich heute aktiv für den Umweltschutz und die Förderung erneuerbarer Energien einsetzen. Der Bezug von Ökostrom ist eine gute Möglichkeit dazu. Zahlreiche Energieversorger bieten mittlerweile sogenannte Öko-Tarife an, die mit den unterschiedlichsten Ökostrom Labeln versehen sind. Leider ist der Ökostrom Label Vergleich nicht ganz so einfach. Greenwashing ist auch bei Energieversorgern beliebt. Welches Ökostrom Siegel garantiert also wirklich den Bezug einwandfreien Ökostroms?

Der Ökostrom Label Vergleich der Stiftung Warentest hat ergeben, dass nur die Ökostrom Siegel „ok Power Label“ und „Grüner Strom Label“ vollkommen unproblematisch sind. Die Ökostrom Siegel des TÜV und die RECS-Zertifikate sollte man sich in jedem Fall genauer ansehen.

Die TÜV-Siegel werden besonders oft missbraucht. Durch den TÜV kann man viele Dinge prüfen lassen. Wenn ein Energieversorger oder Stromhändler beispielsweise durch den TÜV prüfen lässt, ob er seine Preiszusagen in einem bestimmten Tarif einhält, kann er diesen anschließend mit dem TÜV-Siegel verzieren. Über den Anteil des Ökostroms in diesem Tarif sagt das aber überhaupt nichts aus. Allerdings vergibt der TÜV auch echte Ökostrom Label – und zwar der TÜV-Süd direkt vier unterschiedliche: EE01, EE02, UE01 und UE02. Ein Vergleich dieser Ökostrom Label zeigt, dass nur bei EE01 und EE02 der Strom wirklich zu 100 % aus regenerativen Energien stammen muss. Auch der TÜV-Nord vergibt ein Ökostrom Siegel. Um das Label des TÜV-Nord zu bekommen, muss der Strom zu 100 % aus erneuerbaren Energiequellen stammen. Allerdings dürfen 50 % von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen erzeugt sein.

Besonders kritisch sollte man bei einem Stromvergleich die RECS-Zertifikate hinterfragen. Mit ihnen kann gehandelt werden, sodass ein Anbieter echten Ökostroms sie an einen anderen Energieversorger verkaufen kann. Dieser hat dann die Möglichkeit mit diesen Zertifikaten seinen aus Atom- oder Kohlekraftwerken stammenden Strom zu Ökostrom umzuetikettieren.

Das 1999 gegründete „Grüner Strom Label“ wird von mehreren Natur- und Umweltschutzverbänden sowie der „Verbraucher Initiative“ getragen. Seine Prüfkriterien sind:
• 100 % des Stromes werden aus Solaranlagen, Wasserkraft, Geothermie, Biomasse, Windkraft oder Klärgas gewonnen. Die Herkunft des Stromes muss nachgewiesen werden. Durch die Kopplung der Herkunftsnachweise mit der Strommenge wird sichergestellt, dass wirklich nur Ökostrom vertrieben wird. Die Umetikettierung von Kohle- oder Atomstrom wird so ausgeschlossen.
• Pro verkaufter kWh wird ein festgelegter Prozentsatz der Einkünfte in neue Anlagen oder umweltfreundliche Energieprojekte investiert.
• Weder Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung noch die Verwendung von RECS-Zertifikaten sind zulässig.
• Energieunternehmen, die selber Atomanlagen betreiben oder an solchen beteiligt sind, können dieses Siegel nicht bekommen.
• Seit 2016 sind auch Unternehmen von diesem Label ausgeschlossen, die Kohlekraftwerke betreiben oder an ihnen beteiligt sind.
Das Label wird jeweils für ein Jahr vergeben. Dann erfolgt eine neue Überprüfung und bei positivem Ausgang der Prüfung die Verlängerung des Siegels.

Der im Jahr 2000 gegründete gemeinnützige Verein „EnergieVision e. V.“ vergibt das „ok Power Label“. Die Kriterien für dieses Label sind:
• Das Unternehmen darf keine Atom- oder Kohlekraftwerke betreiben oder an ihnen beteiligt sein.
• Der Strom muss zu 100 % aus regenerativen Quellen stammen.
• Das Unternehmen verpflichtet sich zur aktiven und dauerhaften Förderung der Energiewende.
• Die Stromtarife müssen verbraucherfreundlich sein, dies schließt beispielsweise Mindestabnahmemengen oder Vorkasse aus.
Auch dieses Siegel wird nach einer entsprechenden Prüfung jährlich neu vergeben.

Neben den oben aufgeführten seriösen Ökostrom Siegeln gibt es noch zahlreiche andere, teilweise von den Unternehmen selber vergebene. Es lohnt sich also nicht nur einen Strompreisvergleich anzustellen, sondern auch die jeweiligen Ökostrom Siegel kritisch zu hinterfragen. Schließlich bezahlt man für Ökostrom mehr und möchte mit diesem Mehrpreis auch wirklich einen positiven Effekt für die Umwelt erzielen.

Erneuerbare Energien – Neuer Rekord in Deutschland

In Deutschland hat sich ein neuer Rekord im Bereich erneuerbare Energien eingestellt. Im vergangenen Jahr sind Windkrafträder mit einer Leistung von 4750 Megawatt, das entspricht 3 Atomkraftwerken, errichtet worden. Die gigantische Leistung kommt dabei von 1766 Anlagen auf dem Land. Spitzenreiter ist das Bundesland Schleswig-Holstein. An letzter Stelle steht die Bundeshauptstadt Berlin – mit nur einem neuen Windrad…

Wir sind auf einem guten Wege. Dazu trägt aber nicht nur die Ökostromreform bei, sondern auch der Verbraucher, der die Nachfrage nach Ökoenergie zunehmend erhöht.

Deutschland hat die 2. teuersten Stromkosten in der EU

stromkostenTeure Strompreise in Deutschland: Alle anderen EU-Länder zahlen weniger für ihren Strom, als Deutschland – mit nur einer Ausnahme: Dänemark! Im EU weiten Stromkostenvergleich rangiert Deutschland somit an Position 2.

Seit 2005 ist der Strompreis hierzulande um 61 Prozent gestiegen. Eine wirklich schockierende Tatsache. Der Hauptgrund, nämlich stolze 73% der Gesamtkosten, sind die zahlreichen Umlagen, Steuern und sonstigen Abgaben, die zum eigentlichen Arbeitspreis (reiner Energiepreis) noch dazukommen. Die restlichen 27% ergeben sich aus Beschaffung, Vertrieb und der Gewinnmarge der Energieunternehmen. Gewinner ist also Vater Staat.

Ebenso unverständlich oder gar erschreckend bemerkenswert ist, dass noch immer rund 33% der deutschen Haushalte in der Grundversorgung, und damit tendenziell teuersten Stromversorgung, hängen. Das ist für mich als Sparfuchs bzw. halber Spezialist für Tarifwechsel schlichtweg unbegreiflich, da der Stromanbieterwechsel beinahe kinderleicht vonstatten gehen kann.

Der Wechselprozess selbst ist gar nicht schwierig. Eine Anleitung zum Stromanbieterwechsel findet man nicht nur auf unserer Webseite, sondern auch auf vielen weiteren Infoportalen. Auch die großen Vergleichsportale wie Verivox und Check24 bietet ausreichende Unterstützung an.

Fazit

Strom ist und bleibt im Allgemeinen teuer, kann aber für jeden Einzelnen wesentlich günstiger werden, wenn man regelmäßig wechselt. Setzen Sie sich am Sonntag für nur 1 Stunde an den PC, vergleichen Sie aktuelle Tarife mit Ihrer letzten Stromkostenabrechnung und Sie werden sicherlich feststellen, dass Sie mindestens 50 EUR pro Jahr sparen können. Und mal ehrlich! Wo verdienen Sie 50 EUR und mehr für eine Stunde Arbeit?!

Mein persönlicher Tipp: Stadtwerke Flensburg – günstig und seriös!

PS: Wer noch Fragen hat oder Hilfe benötigt, darf mich gerne anschreiben. Werde versuchen mit bestmöglichem Rat zur Seite zu stehen.

Foto: flown / pixelio

Worauf Energiekunden beim Stromanbieter-Vergleich achten sollten

Ein Lieferantenwechsel zahlt sich in den meisten Fällen aus. Aufgrund steigender Strompreise entschließen sich immer mehr Energiekunden, ihrem bisherigen Versorger den Rücken zu kehren und zu einem günstigeren zu wechseln. Um beim Stromanbieter-Vergleich möglichst gut auszusteigen, sollten Verbraucher jedoch genau hinsehen.

Energie-Portale erleichtern den Umstieg

Konsumenten, die sich für alternative Stromanbieter interessieren, haben die Wahl zwischen zahlreichen Lieferanten und Tarifmodellen. Häufig fehlt eine erste Orientierung – möglicherweise ein Grund dafür, dass die Wechselrate deutscher Stromkunden derzeit noch unter zehn Prozent liegt. Abhilfe schaffen Web-Portale, die unterschiedliche Stromanbieter im Vergleich anzeigen. Dabei sehen Verbraucher auf einen Blick, welcher Lieferant am günstigsten ist. Doch nicht immer ist der Anbieter mit dem niedrigsten Preis am besten geeignet. Wichtig ist, auch die einzelnen Angaben zu den jeweiligen Versorgern zu beachten.

Lange Vertragslaufzeit schränkt ein

Ein wesentliches Detail, das oft unterschätzt wird, ist die Vertragslaufzeit. Meist beträgt sie ein Jahr, je nach Anbieter auch mehrere Jahre oder nur einen Monat. Stromkunden sollten bedenken, dass sie während dieser Zeit nicht nochmals ihren Versorger wechseln können. Wenn also wenige Monate nach dem Umstieg ein anderes Unternehmen einen günstigeren Preis bietet, müssen Kunden erst das Ende der Laufzeit abwarten, ehe sie reagieren können. Aus diesem Grund versuchen manche Unternehmen, Kunden mit Rabatten oder besonders niedrigen Preisen an sich zu binden. In solchen Fällen sollten Umsteiger abwägen, ob die Ersparnis eine längere Laufzeit rechtfertigt.

Neukundenrabatt nutzen

Wer zu einem neuen Stromversorger wechselt, erhält dafür in der Regel einen Rabatt. Dieser soll einen zusätzlichen Umsteige-Anreiz bieten, gilt allerdings meist nur im ersten Jahr. Auf vielen Energie-Portalen gibt es die Möglichkeit, den Stromanbieter-Vergleich wahlweise mit oder ohne Rabatt zu berechnen. Dabei zeigt sich oft eine hohe Differenz: Ein auf den ersten Blick sehr günstiger Lieferant kann plötzlich teuer werden, sobald der Neukunden-Bonus wegfällt. Daher ist es empfehlenswert, im Kalender zu notieren, bis wann der Rabatt von der Rechnung abgezogen wird. So wissen Stromkunden rechtzeitig, wann der nächste Stromanbieter-Vergleich ansteht. Nach einem erneuten Versorgerwechsel wartet dann wieder ein Neukundenrabatt.

Strompreis-Vergleich für Deutschland | Strompreis-Vergleich für Österreich

Flexstrom Pleite: Was Kunden tun können.

Kenner der Energiebranche haben es schon seit Monaten geahnt. Jetzt ist es amtlich: Flexstrom ist pleite und hat insolvenz angemeldet.

Was Flexstrom Kunden jetzt machen sollten

Zunächst ist abzuwarten, was aus dem Insolvenzantrag wird resp. welche Ziele der Insolvenzverwalter verfolgt. Würde Flexstrom übernommen werden, findet Investoren oder dgl. was den Geschäftsprozess aufrechterhält, so wird auch weiterhin der Vertrag erfüllt – sprich man bekommt den bereits bezahlten Strom geliefert.

Sollte sich herausstellen, dass das Unternehmen nicht zu retten ist, fällt man als Flexstromkunde automatisch in Grundversorgung des örtlichen Energielieferanten – müsste für Eslohe RWE sein. In diesem Fall wird man i.d.R. umgehend von RWE per Brief benachrichtigt. Dann muss man sich sofort um einen Wechsel kümmern.

Kündigt man den Vertrag jetzt sofort, also außerordentlich, kann man zwar wechseln, aber der Vertrag bleibt bestehen. Liefert Flexstrom dann noch bis Jahresende, zahlt man im Prinzip doppelt. Liefert Flexstrom tatsächlich nicht mehr, hat man dennoch ein paar Euro verloren/mehr bezahlt.

Fazit: Abwarten was aus dem Insolvenzantrag wird und erst dann entsprechend reagieren.

Gasheizung oder Pelletheizung: Warum Gas besser ist als Holzpellets!

stop-pelletsGasheizung oder Pelletheizung? Welche Neuanschaffung ist sinnvoller? Lohnt sich vielleicht sogar ein Blockheizkraftwerk?
Wir geben Ihnen in diesem Artikel ein paar grundlegende Informationen und Fakten.

Spätestens aus der vorhergehenden Meldung wissen wir, dass Brennholz knapp und somit teuer wird.

Aber nicht nur aufgrund der steigenden Preise für Brennholz heimischer Kamine, ist die Anschaffung einer Pelletheizung unsinnig. Nur mal nebenbei: Es muss nicht immer ein Holz befeuerter Kamin sein. Auch ein Ethanol-Kamin tut seine Pflicht und ist obendrein einfacher zu handhaben.

Zurück zum Thema: Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, wie kein anderer. Holz wird in der Industrie für die verschiedensten Produkte verwendet. Vor allem in der Möbelindustrie ist und bleibt Holz der Grundwerkstoff überhaupt. Ganz klassisch dient Holz als natürlicher Brennstoff.

Mit Einführung der Pelletheizungen ist jedoch die Nachfrage des Rohstoffes drastisch gestiegen. Es wird nicht mehr lange dauern, dann kann das nationale Angebot die Nachfrage nicht mehr decken. Die Kapazitäten deutscher Wälder sind ausgeschöpft.

Ungeachtet der dadurch steigenden Preise für Holz, die sich auf alle damitzusammenhängenden Bereiche (wie Möbelindustrie, Holzkohleproduktion, Papierwaren & Kartonagen, etc.) ausdenen werden, wird der kapitalistische Mensch nach Alternativen suchen: Rodung in Nachbarländern und letztlich im Regenwald!

Die oft genannten „ökologischen“ Argumente hinsichtlich Pelletheizungen sind dieselbe Augenwischerei, wie es beim Biotreibstoff E10 ist! Die Verbrennung dieser „Öko-Brennstoffe“ ist zwar weniger schädlich, als die üblichen Produkte aus Öl, aber die Herstellung dieser Brennstoffe ist überwiegend unökologisch und definitiv nicht umweltfreundlich!

Da die meisten Menschen nur einmal hinsehen, sich von diesen „grünen“ Werbesprüchen leiten lassen, bleibt die Wahrheit tendenziell im Hintergrund

Vergleich von Gasheizung und Pelletheizung

Fakt ist, dass die Anschaffungs- & Installationskosten für Gasheizungen um ein Vielfaches niedriger sind, als bei Pelletheizungen.

Kostet die komplette Anlage + Installation von Pelletheizungen zwischen 10.000 – 15.000 Euro, so ist bei der Neuanschaffung einer Gasheizung mit 5.000 – 6.000 Euro zu kalkulieren.
Gasheizungen sind außerdem platzsparend, wo hingegen eine Pelletheizung den Pelletvorrat in unmittelbarer Nähe haben muss.

Entscheidet man sich für eine Gasheizung mit Brennwerttechnik (Brennwerttherme), so erhöht man die Effizienz vom verbrauchten Gas – und spart. Bei der Brennwerttechnik wird nahezu sämtliche erzeugte Energie genutzt. Hierbei dient zusätzlich die Abgaswärme der Aufbereitung von Warm- & Heizungswasser – bei normalen Gasheizungen gelangen die Abgase ungenutzt in die Umwelt – ca. 150°. Mit Brennwerttechnik sind es lediglich ca. 40°. Ein großer kostensparender Unterschied!

Gasheizungen lassen sich zudem wesentlich einfacher mit Solarthermie-Anlagen kombinieren.

Aus ökologischen und kostentechnischen Aspekten spricht mittlerweile alles für die Gasheizung:

  • ausgereifte Technik
  • effizientere Systeme
  • geringere Anschaffungskosten
  • geringer Platzbedarf
  • langfristig umweltfreundlicher, als Pelletheizungen

Mit zunehmender Anzahl von sinnvollen Biogas-Anlagen, die landwirtschaftliche „Hinterlassenschaften“ und Bioabfälle von Haushalten verwenden, wird der Anteil vom eingespeisten Biogas im Erdgas-Netz immer größer. Und somit wird die Nutzung von Gasheizungen in Zukunft noch umweltfreundlicher.

Kostenschwankungen gibt es vor allem beim Gaspreis. Wer eine Gasheizung besitzt, der sollte mindestens 1-2x im Jahr einen Gaspreisvergleich machen und bei Bedarf wechseln.

Blockheizkraftwerk (kurz: BHKW)

Blockheizkraftwerke sind sehr effizient, denn sie kombinieren die Erwärmung von Warm- und Heizungswasser mit der Stromerzeugung.
BHKWs sind allerdings nur dann sinnvoll, wenn sie mindestens 60% des Jahres laufen. Das heisst, eine Anschaffung lohnt sich nur für Großverbraucher, wie Mehrfamilienhäuser, Hochhaussiedlungen, Gewerbe und Industrie. Für Einfamilienhäuser ist ein BHKW vorerst keine Option.

Aktuell befinden sich zwar kleine Blockheizkraftwerke für Einfamilienhäuser in der Entwicklungs- und Erprobungsphase, aber auf den Markt kommen diese Systeme wohl erst in einigen Jahren – ausgereift sind sie dann aber auch noch nicht, und ebensowenig erschwinglich/rentabel.

Zusammenfassung

Betrachtet man die Heizsysteme ausschließlich nach heutigen Kostenpunkten, so sind Pelletheizungen aktuell im Unterhalt noch am günstigsten.

Lässt man jedoch weitere Faktoren zu Anschaffungskosten, Platzbedarf, Effizienz und Umweltfreundlichkeit, sowie Kostenentwicklung der nächsten 10-15 Jahre mit einfließen, so empfiehlt es sich auf Gasheizungen zu setzen. Langfristig das beste System.

Großverbraucher, wie Mehrfamilienhäuser und Hochhaussiedlungen, sollten sich mit der Anschaffung eines gasbetriebenen Blockheizkraftwerkes befassen.

Wer seine Gasheizung noch dazu mit einer Solarthermieanlage ergänzt, darf sich die Umwelt- & Energiespar-Krone aufsetzen.

Brennholz wird knapp – Preise steigen

Pellets_Thorben-Wengert_pixelioAufgrund des Ofen-Booms in deutschen Haushalten ist der Preis für den Raummeter in den vergangenen Jahren um 90 Prozent gestiegen – zudem stoßen die Wälder allmählich an die Kapazitätsgrenzen.

Brennholz wird knapp und teuer. Zudem kann der stark angestiegene Bedarf kaum noch abgedeckt werden, wie die Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher (AGR) am Sonntag in Berlin mitteilte. Die Kapazitätsgrenze des in Deutschland verfügbaren Holzes in den Wäldern sei erreicht. Zwar werde derzeit noch weniger Holz entnommen als im Wald nachwachse. Aber die Ansprüche der Gesellschaft nehmen zu. Demnach werden pro Jahr zwischen 75 und 85 Millionen Kubikmeter Holz in deutschen Wäldern geerntet. Dem steht ein Zuwachs von jährlich rund 120 Millionen Kubikmeter gegenüber.

Würden der Arbeitsgemeinschaft zufolge alle 15 Millionen Haushalte, die bereits heute einen Holzofen besitzen, ausschließlich mit Holz heizen, entstünde ein Bedarf von schätzungsweise bis zu 300 Millionen Kubikmetern Holz, das Vierfache des jährlich nutzbaren Waldholzes. „Diese Entwicklung ist fatal für Umwelt, Klima und Geldbörse„, sagt Denny Ohnesorge von der AGR.

Verbrauch von 11 auf 34 Kubikmeter gestiegen

Vor allem in den Stadtforstämtern wird das Holz knapp, wie eine bundesweite Umfrage der Arbeitsgemeinschaft ergab. Diese könnten den stark angestiegenen Bedarf kaum abdecken, hieß es. Nach Untersuchungen des Zentrums für Holzwirtschaft der Universität Hamburg sei der Holzverbrauch in den rund 15 Millionen Anlagen innerhalb 9 Jahren von 11 auf 34 Millionen Kubikmeter angestiegen. Mehr als jeder vierte deutsche Haushalt nutze Scheitholz, Hackschnitzel oder Holzpellets zum Heizen.

Auch am Holzpreis macht sich die zunehmende Nachfrage bemerkbar. In acht Jahren sei dieser um 90 Prozent gestiegen. Nach Auskunft der 16 befragten Forstämter kostet der Raummeter Brennholz im Bundesdurchschnitt rund 39 Euro. Am günstigsten ist der Rohstoff in Rostock mit 30 Euro. Die Münchner müssen für 53 Euro pro Raummeter am tiefsten in die Tasche greifen. (dpa/afp)

Gasheizung oder Pelletheizung: Warum Gas besser ist als Holzpellets!