Gasheizung oder Pelletheizung: Warum Gas besser ist als Holzpellets!

stop-pelletsGasheizung oder Pelletheizung? Welche Neuanschaffung ist sinnvoller? Lohnt sich vielleicht sogar ein Blockheizkraftwerk?
Wir geben Ihnen in diesem Artikel ein paar grundlegende Informationen und Fakten.

Spätestens aus der vorhergehenden Meldung wissen wir, dass Brennholz knapp und somit teuer wird.

Aber nicht nur aufgrund der steigenden Preise für Brennholz heimischer Kamine, ist die Anschaffung einer Pelletheizung unsinnig. Nur mal nebenbei: Es muss nicht immer ein Holz befeuerter Kamin sein. Auch ein Ethanol-Kamin tut seine Pflicht und ist obendrein einfacher zu handhaben.

Zurück zum Thema: Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, wie kein anderer. Holz wird in der Industrie für die verschiedensten Produkte verwendet. Vor allem in der Möbelindustrie ist und bleibt Holz der Grundwerkstoff überhaupt. Ganz klassisch dient Holz als natürlicher Brennstoff.

Mit Einführung der Pelletheizungen ist jedoch die Nachfrage des Rohstoffes drastisch gestiegen. Es wird nicht mehr lange dauern, dann kann das nationale Angebot die Nachfrage nicht mehr decken. Die Kapazitäten deutscher Wälder sind ausgeschöpft.

Ungeachtet der dadurch steigenden Preise für Holz, die sich auf alle damitzusammenhängenden Bereiche (wie Möbelindustrie, Holzkohleproduktion, Papierwaren & Kartonagen, etc.) ausdenen werden, wird der kapitalistische Mensch nach Alternativen suchen: Rodung in Nachbarländern und letztlich im Regenwald!

Die oft genannten „ökologischen“ Argumente hinsichtlich Pelletheizungen sind dieselbe Augenwischerei, wie es beim Biotreibstoff E10 ist! Die Verbrennung dieser „Öko-Brennstoffe“ ist zwar weniger schädlich, als die üblichen Produkte aus Öl, aber die Herstellung dieser Brennstoffe ist überwiegend unökologisch und definitiv nicht umweltfreundlich!

Da die meisten Menschen nur einmal hinsehen, sich von diesen „grünen“ Werbesprüchen leiten lassen, bleibt die Wahrheit tendenziell im Hintergrund

Vergleich von Gasheizung und Pelletheizung

Fakt ist, dass die Anschaffungs- & Installationskosten für Gasheizungen um ein Vielfaches niedriger sind, als bei Pelletheizungen.

Kostet die komplette Anlage + Installation von Pelletheizungen zwischen 10.000 – 15.000 Euro, so ist bei der Neuanschaffung einer Gasheizung mit 5.000 – 6.000 Euro zu kalkulieren.
Gasheizungen sind außerdem platzsparend, wo hingegen eine Pelletheizung den Pelletvorrat in unmittelbarer Nähe haben muss.

Entscheidet man sich für eine Gasheizung mit Brennwerttechnik (Brennwerttherme), so erhöht man die Effizienz vom verbrauchten Gas – und spart. Bei der Brennwerttechnik wird nahezu sämtliche erzeugte Energie genutzt. Hierbei dient zusätzlich die Abgaswärme der Aufbereitung von Warm- & Heizungswasser – bei normalen Gasheizungen gelangen die Abgase ungenutzt in die Umwelt – ca. 150°. Mit Brennwerttechnik sind es lediglich ca. 40°. Ein großer kostensparender Unterschied!

Gasheizungen lassen sich zudem wesentlich einfacher mit Solarthermie-Anlagen kombinieren.

Aus ökologischen und kostentechnischen Aspekten spricht mittlerweile alles für die Gasheizung:

  • ausgereifte Technik
  • effizientere Systeme
  • geringere Anschaffungskosten
  • geringer Platzbedarf
  • langfristig umweltfreundlicher, als Pelletheizungen

Mit zunehmender Anzahl von sinnvollen Biogas-Anlagen, die landwirtschaftliche „Hinterlassenschaften“ und Bioabfälle von Haushalten verwenden, wird der Anteil vom eingespeisten Biogas im Erdgas-Netz immer größer. Und somit wird die Nutzung von Gasheizungen in Zukunft noch umweltfreundlicher.

Kostenschwankungen gibt es vor allem beim Gaspreis. Wer eine Gasheizung besitzt, der sollte mindestens 1-2x im Jahr einen Gaspreisvergleich machen und bei Bedarf wechseln.

Blockheizkraftwerk (kurz: BHKW)

Blockheizkraftwerke sind sehr effizient, denn sie kombinieren die Erwärmung von Warm- und Heizungswasser mit der Stromerzeugung.
BHKWs sind allerdings nur dann sinnvoll, wenn sie mindestens 60% des Jahres laufen. Das heisst, eine Anschaffung lohnt sich nur für Großverbraucher, wie Mehrfamilienhäuser, Hochhaussiedlungen, Gewerbe und Industrie. Für Einfamilienhäuser ist ein BHKW vorerst keine Option.

Aktuell befinden sich zwar kleine Blockheizkraftwerke für Einfamilienhäuser in der Entwicklungs- und Erprobungsphase, aber auf den Markt kommen diese Systeme wohl erst in einigen Jahren – ausgereift sind sie dann aber auch noch nicht, und ebensowenig erschwinglich/rentabel.

Zusammenfassung

Betrachtet man die Heizsysteme ausschließlich nach heutigen Kostenpunkten, so sind Pelletheizungen aktuell im Unterhalt noch am günstigsten.

Lässt man jedoch weitere Faktoren zu Anschaffungskosten, Platzbedarf, Effizienz und Umweltfreundlichkeit, sowie Kostenentwicklung der nächsten 10-15 Jahre mit einfließen, so empfiehlt es sich auf Gasheizungen zu setzen. Langfristig das beste System.

Großverbraucher, wie Mehrfamilienhäuser und Hochhaussiedlungen, sollten sich mit der Anschaffung eines gasbetriebenen Blockheizkraftwerkes befassen.

Wer seine Gasheizung noch dazu mit einer Solarthermieanlage ergänzt, darf sich die Umwelt- & Energiespar-Krone aufsetzen.

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